Auch wenn es sich wie entspanntes Rollen anfĂŒhlen kann, kostet bergab Laufen Ă€hnlich viel Energie wie bergauf. TatsĂ€chlich kann eine lange GefĂ€llestrecke zu Beginn oder in der Mitte eines Rennens – Ă€hnlich wie berĂŒchtigte Abschnitte in großen StadtlĂ€ufen – mehr Tempo kosten als einbringen. RegelmĂ€ĂŸige Abstiege formen zudem die Beinmuskulatur, die fĂŒr Schnelligkeit entscheidend ist. Ist Bergab also gut oder eher nachteilig?

Enjoyable


Im Gegensatz zu Massensportarten wie Straßen- oder Cross-Country-Rennen geht es beim Downhill darum, einen Hang kontrolliert, schnell und möglichst effizient hinunterzufahren – und dabei viel Freude zu haben, oft mit einem Hauch von KindheitsgefĂŒhl. Die schwerkraftorientierte Disziplin des Downhill-Mountainbikens nutzt angelegte Strecken mit SprĂŒngen, Drops und Felspassagen. Bei Rennen starten Teilnehmende typischerweise per Sessellift im Bikepark oder werden mit einem Shuttle zum Startpunkt auf dem Gipfel gebracht. Beim bergab Laufen hilft ein leichtes Vorlehnen, um harte StĂ¶ĂŸe auf RĂŒcken und Knie zu reduzieren. Gleichzeitig werden hintere Oberschenkel und Quadrizeps aktiviert. Eine 2020 in Scientific Reports veröffentlichte Studie zeigte, dass Bergablaufen die Laufeffizienz steigern und verzögert auftretenden Muskelkater reduzieren kann. Deshalb integrieren viele Spitzenathletinnen und -athleten gezielt Downhill-Elemente in ihr Training.

It benefits your knees.


Bergab stĂ€rkt die Kniemuskulatur und verbessert die StabilitĂ€t. Kombiniert mit HĂŒgelintervallen oder kurzen Steigerungen kann Downhill auch die Gesamtgeschwindigkeit erhöhen. Besonders der Quadrizeps wird krĂ€ftiger, was eine saubere Lauftechnik unterstĂŒtzt und das Tempo auf flacher Strecke begĂŒnstigt. Beim bergab Gehen wirken höhere KrĂ€fte auf das Knie als bergauf oder in der Ebene: Ein Bein trĂ€gt dein Körpergewicht, eventuelles GepĂ€ck und die dynamischen KrĂ€fte des GefĂ€lles. Zwischen Schienbein und Oberschenkelknochen können so kompressive Lasten entstehen, die ein Mehrfaches des Körpergewichts erreichen. Wichtig ist, locker zu bleiben und flĂŒssig zu laufen, mit kurzen, leichten Schritten. So verringerst du die Gelenkbelastung und reduzierst das Risiko des Ausrutschens oder Strauchelns.

It enhances your strength.


Downhill-Training entwickelt Kraft, die auf flachem Terrain schwer aufzubauen ist. Beim Bergablaufen arbeiten die Muskeln exzentrisch, sie werden unter Spannung verlĂ€ngert, was zu Mikroanpassungen fĂŒhrt und anschließend zu einer robusteren Muskulatur. Richtig eingesetzt kann das auch vorbeugend wirken, weil es die Belastbarkeit gegenĂŒber anderen Trainingsreizen verbessert. Wer fĂŒr Rennen mit steilen Abstiegen plant, sollte diese Reize gezielt einbauen – oft weckt das sogar positive Erinnerungen an das unbeschwerte Hinunterflitzen in jungen Jahren. Gute Technik ist essenziell: Haltung, Schrittfrequenz und BlickfĂŒhrung brauchen Übung. Starte ein- bis zweimal pro Woche mit moderaten Bergabpassagen und erweitere das im Saisonverlauf, auch in lĂ€ngeren LĂ€ufen. Vermeide jedoch ĂŒberhartes „HinunterhĂ€mmern“, da dies die Muskulatur ĂŒbermĂ€ĂŸig reizen und die Leistung mindern kann.

It enhances your speed.


Im Downhill-MTB treten Fahrende gegen die Uhr auf kursierten Strecken an, die mit FelsgĂ€rten und grĂ¶ĂŸeren SprĂŒngen gespickt sind. Diese Form des Wettkampfs wird oft als „Formel 1 des MTB“ bezeichnet, weil sie hohe Geschwindigkeiten und die technisch anspruchsvollsten Elemente vereint. Steile GefĂ€lle, weite AbstĂ€nde und markante Kanten stellen hohe Anforderungen an Fahrtechnik und Material. Die Belastungen fĂŒr Reifen, Fahrwerk und Rahmen sind in einem Lauf oft höher als wĂ€hrend eines ganzen Monats Cross-Country-Training. Erfahrene Downhillerinnen und Downhiller meistern solche Kurse auch außerhalb von Bikeparks; meist nutzen sie jedoch Lifte oder Shuttle-Services fĂŒr den Aufstieg, gelegentlich geht es zu Fuß zum Start. Der Einstieg kann anspruchsvoll wirken, doch weltweit gibt es Amateurveranstaltungen mit fairen Klassen, in denen alle Leistungsstufen willkommen sind – Profis wie Hobbyfahrende messen sich dort auf sichere, organisierte Weise.
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