In den USA spricht man von „dispersed camping“. Dabei übernachtet man legal auf öffentlichem Land, ohne einen organisierten Campingplatz zu betreten. Erlaubt ist es vor allem auf Flächen des National Forest und auf Arealen des Bureau of Land Management.
Wildes Zelten bedeutet, sich abseits der ausgetretenen Pfade zu bewegen. Plane sorgfältig im Voraus und nimm passende Ausrüstung mit. Frische außerdem dein Wissen zu Leave No Trace (LNT) auf und beachte lokale Hinweise.

Going camping


Als wildes Campen bezeichnet man das Aufstellen eines Zeltes in einem abgelegenen, ungeschützten Bereich. So genießt du eindrucksvolle Ausblicke in ursprünglicher Umgebung, oft deutlich günstiger als auf ausgebauten Campingplätzen.
Manche Regionen verbieten Wildcampen, andere sind toleranter. In Schottland erlaubt der Land Reform Act beispielsweise das freie Zelten fast überall. In weiten Teilen Englands hingegen benötigst du die Zustimmung der Grundstückseigentümer, bevor du dein Zelt aufstellst. Informiere dich daher stets vorab über die örtlichen Regeln und Zuständigkeiten.
Neben der Rechtslage musst du auch die Auswirkungen deines Lagerplatzes auf Umwelt und Tierwelt berücksichtigen. Um keine Spuren zu hinterlassen, nimm allen Abfall wieder mit und lösche eventuelle Feuer vollständig. In Gegenden mit erhöhter Waldbrandgefahr gilt besondere Vorsicht: Nutze deinen Kocher verantwortungsvoll oder wähle eine sichere Alternative zum offenen Flammengebrauch.
Wildes Campen wird oft mit einem Gefühl von Freiheit und Abenteuer verbunden. Viele wählen es bewusst zur Erholung von Alltagsstress und für das eigene Wohlbefinden. Auf regulären Plätzen ist es häufig trubeliger, was Unruhe fördern kann. Abseits davon erlebst du Natur unmittelbarer und ruhiger, was vielen gut tut.
Trotz des respektvollen Umgangs bleibt Sicherheit wichtig. Die meisten Probleme entstehen durch unkontrollierte Feuer oder liegen gelassenen Müll. In den warmen Monaten steigt die Gefahr für Vegetationsbrände, daher ist umsichtiges Handeln entscheidend. Ein einzelner Funken kann deinen Aufenthalt beeinträchtigen und der Umgebung schaden – deshalb immer umsichtig löschen und Brandschutzregeln beachten.

Travelling by rucksack


Menschen, die alles Nötige im Rucksack mitnehmen, nennt man Backpacker. Häufig sind sie zu Fuß oder per Anhalter unterwegs; andere nutzen Mietwagen oder Rollkoffer, um ein Land zu durchqueren. Ziel ist meist, mit begrenztem Budget möglichst viel zu sehen und flexibel zu bleiben.
Wildcampen ist eine Form des Campings ohne ausgewiesene Plätze, meist auf öffentlichem Land, oft kombiniert mit Wander- oder Radtouren. Beliebte Ziele sind Wildnisgebiete und Nationalparks; auch Weitwanderinnen und Weitwanderer schätzen diese Freiheit.
Trekking und verstreutes Campen bringen dich der Natur näher, verlangen aber gute Vorbereitung. Kenne die lokale Tierwelt und nimm Karte, Kompass oder GPS mit. Zusätzlich sollten Backpacker die Prinzipien von Leave No Trace verinnerlichen und wissen, wie Abfälle korrekt entsorgt werden. Reservewasser, eine kleine Notfallausrüstung sowie Hygieneartikel sind ebenfalls sinnvoll.
Ein großer Vorteil des Wildcampens ist die Ruhe: Abseits etablierter Plätze findest du leichter Einsamkeit und Erholung. So entkommst du dem Alltagslärm und knüpfst eine intensivere Verbindung zur Umgebung.
Bedenke jedoch, dass es meist keine Infrastruktur wie Duschen oder Toiletten gibt. Informiere dich, wie du dich bei Begegnungen mit Tieren richtig verhältst, halte Abstand und respektiere deren Raum. Beobachten ist in Ordnung, Stören nicht – meide besonders Bereiche mit Jungtieren oder Nestern und bleibe auf Distanz.
Advertisement

Über den Autor

KometSpur Ich entferne Schmuck, bis nur Struktur und Sinn übrig sind.

Empfohlene Artikel: Brauche ich für eine Wanderung unbedingt einen Rucksack? Entdecken Sie die beste Lösung!