1. Eine übermäßige Muskelmasse

Der Körperfettanteil ist ein bedeutsamer, aber nicht der einzige Prädiktor für die Kletterleistung. Auch ein Überschuss an nicht funktionaler Muskelmasse kann die Performance mindern. Auffällig ist, dass viele erfolgreiche Kletternde einen niedrigen Körperfettanteil aufweisen, ähnlich wie Topathletinnen und -athleten in Sportarten mit hohem Kraft-Gewichts-Verhältnis, etwa Rudern, Gerätturnen oder Sprungdisziplinen. Das ist jedoch nicht automatisch vorteilhaft: Wer im Training zu stark auf Muskelaufbau setzt, kann in weniger hilfreichen Bereichen, zum Beispiel Schultern oder Bizeps, viel Masse anlegen, wird dadurch schwerer am Fels und verschlechtert das Verhältnis von Kraft zu Gewicht. Wichtiger als Körperform oder Gewicht ist eine saubere, effiziente Technik. Das konsequente Schieben mit den Füßen statt Ziehen mit den Armen erfordert Übung und Geduld, bringt langfristig aber erhebliche Vorteile für den Aufstieg.
2. Zu viel Bauchfett

Klettern ist stark durch die Schwerkraft geprägt, daher scheint ein geringeres Körpergewicht vorteilhaft. Dennoch sollte ein zu niedriger Körperfettanteil vermieden werden, da übermäßige Reduktion den Organismus belastet und am Ende die Leistung beeinträchtigen kann. Achte zudem auf die Verteilung der Muskelmasse: Unausgewogene Kraft, etwa sehr starke Arme oder Beine bei schwacher Rumpfmuskulatur, erschwert die Balance auf kleinen Tritten und Griffen. Für mehr Stabilität helfen Übungen wie Mountain Climbers, Liegestütze, Burpees und Dips. Sie trainieren den gesamten Körper, stärken besonders die Körpermitte und fördern die Koordination. Ergänzend sind regelmäßige Einheiten mit moderater Ausdauer sinnvoll, um das Herz-Kreislauf-System zu unterstützen.
3. Viel Fett an den Beinen

Die Beine liefern den Großteil der Antriebskraft beim Klettern. Ein hoher Fettanteil an den Beinen kann Reichweite, Präzision und Auftritt auf steilen Routen beeinträchtigen und das saubere Belasten der Tritte erschweren. Gründe dafür können unter anderem genetische Faktoren, Trainingshintergrund oder auch bestimmte Krafttrainingsformen sein. Um die Leistung zu verbessern, lohnt es sich, die Körperzusammensetzung insgesamt zu optimieren, nicht nur die reine Stärke. Trainerinnen, Trainer und betreuende Personen sollten vor allem bei Jugendlichen umsichtig sein: Pauschale Empfehlungen zum Gewichtsverlust bergen Risiken, können die Energieverfügbarkeit mindern und die gesunde Entwicklung des Knochensystems stören.
4. Ein Überschuss an Körperfett

Kletternde werden häufig als eher schlank beschrieben. Studien zu anthropometrischen Merkmalen wie Gewicht, Größe, BMI und Ape-Index deuten darauf hin, dass größer und schlanker in manchen Fällen mit besserer Leistung einhergehen kann. Doch Korrelation ist nicht Kausalität: Auch sehr schlanke Personen klettern nicht automatisch auf Topniveau. Neben der Technik spielen angepasste Ernährung, durchdachtes Training und eine ausgewogene Körperzusammensetzung eine wesentliche Rolle. Achte auf eine bedarfsgerechte Energiezufuhr und eine ausgewogene Ernährungsweise mit viel Gemüse, Vollkornprodukten und eiweißreichen, mageren Komponenten. Ergänzend kann regelmäßiges, maßvolles Ausdauertraining wie Laufen oder Radfahren helfen, überschüssiges Körperfett zu reduzieren. Ebenso wichtig ist ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Thema Gewicht, um Gesundheit und Leistungsfähigkeit langfristig zu erhalten.
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